Case Study · Systeme & Wissen · Automation & KI-Agenten
Zentrale Wissensbasis: RFIs in Minuten statt Tagen
- Bereich
- Systeme & Wissen · Automation & KI-Agenten
- Szenario
- Sondermaschinenbau, Schaffhausen (Demo-Daten)
- Technologie
- Microsoft Graph, HubSpot API, Claude API
- Bereitstellung
- Microsoft 365 und Hosting in der Schweiz, Freigabe durch den Vertrieb

Ausgangslage
Im Referenzszenario erhält ein Schaffhauser Sondermaschinenbauer jeden Monat mehrere RFIs von Pharma- und Medtech-Kunden, oft mit 40 bis 80 Fragen zu Zertifikaten, Technik, Service, IT-Sicherheit und Nachhaltigkeit. Die Antworten existieren meist schon: in E-Mails einzelner Mitarbeitender, auf OneDrive und SharePoint, im CRM und in früher eingereichten RFIs. Trotzdem beginnt die Suche jedes Mal neu, Kolleginnen und Kollegen werden angefragt, und manchmal landet ein veraltetes Zertifikat im Dokument. Ein grösseres RFI bindet so leicht zwei Arbeitstage im Vertrieb.
Die Lösung
andyou hat eine zentrale Wissensbasis aufgebaut, die E-Mails aus den Postfächern der Mitarbeitenden, Dokumente aus OneDrive und SharePoint sowie Kundendaten aus HubSpot zusammenführt. Früher beantwortete RFIs werden eingelesen und dabei pseudonymisiert: Kundennamen, Ansprechpersonen und Kontaktdaten werden ersetzt. Aus diesem Archiv leitet der Assistent den Antwortstil ab. Für jedes neue RFI sucht er pro Frage die passenden Quellen, bevorzugt die neueste Version, formuliert einen Entwurf und markiert den Status: belegt, prüfen oder offen. HubSpot liefert den Kundenkontext und hebt die Themen hervor, die dem Kunden besonders wichtig sind.

![Eine frühere RFI-Antwort mit Kundenname, Ansprechpartnerin, E-Mail und Telefonnummer wird in der Wissensbasis zu [KUNDE], [KONTAKT], [E-MAIL] und [TELEFON]. Sätze mit Platzhaltern fliessen nie in neue Antworten.](/projects/rfi-assistant/pseudonymisation-de.webp)
Berechtigungen & Freigabe
Die Wissensbasis übernimmt die Zugriffsrechte der Mitarbeitenden. Vertrauliche Ablagen wie Kalkulation oder HR sind gesperrt: Passt eine gesperrte Information, sieht der Vertrieb nur einen Hinweis, nie den Inhalt. Veraltete Versionen werden als ersetzt angezeigt, etwa das ISO-9001-Zertifikat von 2022 oder eine Lieferzeit aus der Chipkrise. Frühere RFI-Antworten gelten als Vorschlag zur Prüfung, wenn keine aktuelle Quelle existiert. Nennt eine Frage eine Zahl, die in der Quelle fehlt, etwa ATEX Zone 1 statt Zone 2, wird sie markiert. Jede Antwort gibt der Vertrieb frei.


Ergebnis und Kosten
Im Demo-RFI eines Pharmakunden mit 27 Fragen waren 23 Antworten durch aktuelle Quellen belegt und 4 zur Prüfung markiert; Status und Quellen stimmten in allen 27 Fragen mit der Soll-Vorgabe überein. Vertrauliche Dokumente gelangten in keine Antwort. Die Modellrechnung geht ohne Assistent von 15 Minuten Recherche pro Frage aus und mit Assistent von 2 bis 6 Minuten Prüfung: Bei einem RFI mit 40 Fragen spart das rund einen Arbeitstag, bei 80 Fragen rund zwei. Die Annahmen werden im Projekt an bereits beantworteten RFIs gemessen. 10 automatisierte Tests sichern Pseudonymisierung, Sperren, Versionen und Freigabe ab.


Technik in Kürze
Die Quellen werden im Projekt über Microsoft Graph und die HubSpot API angebunden und laufend aktualisiert. Die Suche arbeitet auf Satzebene und erkennt deutsche Komposita und Fachsynonyme; produktiv kommt eine semantische Suche dazu. Claude formuliert die Entwürfe über die Anthropic API mit strukturierter Ausgabe und darf den Status nur verschärfen, nie lockern. Wissensbasis und Index laufen in Microsoft 365 oder bei einem Schweizer Hoster.
- Microsoft Graph
- Outlook · OneDrive · SharePoint
- HubSpot API
- Claude API
- Pseudonymisierung
- Quellenangaben
- Hosting Schweiz
- Freigabe durch Menschen
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