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Case Study · Workshops

KI-Werkstatt: vom Testen zum Arbeiten

Ein Werkstatttag mit dem ganzen Team und 90 Tage Begleitung: Mitarbeitende arbeiten an eigenen Aufgaben mit KI, legen Spielregeln für Daten fest und wählen einen Anwendungsfall für den Pilot. Der Nutzen wird an einer Referenzaufgabe gemessen.

Bereich
Workshops
Szenario
Metallbau-KMU, 60 Mitarbeitende (Referenzformat)
Format
1 Werkstatttag, 3 Follow-ups in 90 Tagen
Ergebnis
KI-Richtlinie, Pilot, gemessene Wirkung
Werkstatttag in einem Metallbau-KMU mit 9 Teilnehmenden, als Referenzformat gekennzeichnet: Agenda von 08:30 bis 16:10 mit Messung, Demo, Praxisblöcken und Entscheid der Geschäftsleitung. Ergebnisse des Tages (Beispiel): 12 Kandidaten-Use-Cases, 4 priorisiert, Pilot «Lieferterminanfragen beantworten», Richtlinie als Entwurf mit Freigabe in 30 Tagen, 3 Champions.
Der Werkstatttag im Überblick: Agenda und Ergebnisse. Referenzformat mit fiktivem Kunden.

Ausgangslage

Im Referenzszenario testet ein Metallbau-KMU mit 60 Mitarbeitenden seit einem Jahr KI, vor allem für Übersetzungen und E-Mails. Einige nutzen private Accounts, Regeln gibt es keine, und die Geschäftsleitung weiss nicht, welche Abläufe sich lohnen. Das Bild ist typisch: In der Schweiz nutzen oder testen 74 Prozent der KMU KI, aber nur 35 Prozent haben sie in Prozesse integriert, und nur 22 Prozent der Mitarbeitenden fühlen sich im Umgang sicher. Eine weitere Einführung mit Folien hätte daran wenig geändert.

Die Lösung

andyou hat die KI-Werkstatt als Paket aus Vorlauf, Werkstatttag und 90-Tage-Begleitung aufgebaut. Im Vorlauf zeigen Prozess-Walks in Verkauf, Einkauf und Arbeitsvorbereitung, wo Zeit verloren geht. Am Werkstatttag arbeitet das Team mit eigenen, anonymisierten Dokumenten: Prompten und Prüfen, Spielregeln mit einer Datenklassen-Ampel, Use-Case-Werkstatt und ein Build-Sprint für den wichtigsten Anwendungsfall. Am Ende entscheidet die Geschäftsleitung im Raum über Pilot, Richtlinie und Champions. Nach 30, 60 und 90 Tagen folgen kurze Kliniken, bis die neuen Arbeitsweisen sitzen.

Zeitachse: T–14 Vorlauf mit Kick-off, Prozess-Walks und Baseline-Umfrage; Tag 0 Werkstatttag mit 6,5 Stunden vor Ort; T+30 Klinik 1 mit freigegebener Richtlinie; T+60 Pilot-Review; T+90 Wirkungsreview mit erneuter Messung der Referenzaufgabe. Kumulierte Praxiszeit pro Person rund 6–7 Stunden.
Ablauf über 90 Tage: Vorlauf, Werkstatttag und drei Follow-ups.
Agenda von 08:30 bis 16:10: Baseline-Referenzaufgabe ohne KI, was KI kann und was nicht, Praxis 1 Prompten und Prüfen, Spielregeln mit Datenklassen-Ampel und Fallkarten, Pain-Storming, Use-Case-Werkstatt, Build-Sprint mit Re-Messung, Entscheid der Geschäftsleitung, Abschluss mit 30-Tage-Aufgabe.
Agenda des Werkstatttags: rund vier Stunden Praxis an eigenen Aufgaben.

Spielregeln & Nachweis

Viele Teams nutzen KI, ohne zu wissen, was erlaubt ist. Die Werkstatt liefert deshalb eine KI-Nutzungsrichtlinie mit zehn Bausteinen, angelehnt an die Swico-Vorlage, und eine Datenklassen-Ampel als Arbeitsplatzkarte: Grün darf ins freigegebene Werkzeug, Gelb nur das Nötigste, Rot nie. Mit Fallkarten wie «Darf ich ein Arztzeugnis zusammenfassen lassen?» üben die Teilnehmenden die Regeln an konkreten Situationen. Ein Schulungsregister hält fest, wer wann geschult wurde; bei EU-Bezug ist es der Nachweis der KI-Kompetenz nach Art. 4 AI Act.

Datenklassen-Ampel: Grün erlaubt im freigegebenen Werkzeug (Website-Texte, Fachfragen, Entwürfe ohne Namen), Gelb nur im Enterprise-Werkzeug und nur das Nötigste (Offerten, Kunden-E-Mails, Bestellungen), Rot nie eingeben (Gesundheit, HR, Lohn, Geschäftsgeheimnisse, Passwörter). Private Accounts sind für Geschäftsdaten nie erlaubt.
Datenklassen-Ampel als Arbeitsplatzkarte.
Drei Fallkarten «Darf ich das eingeben?»: Arztzeugnis zusammenfassen ist Rot, Offerte an Stammkunden glätten ist Gelb und im Enterprise-Werkzeug erlaubt, Kunden-E-Mail mit privatem Gratis-Account beantworten ist nicht erlaubt.
Fallkarten «Darf ich das eingeben?» für die Gruppenarbeit.

Ergebnis und Messung

Die Werkstatt misst ihre Wirkung auf vier Ebenen: Relevanz und Sicherheit nach dem Tag, korrekt eingestufte Fallkarten, wöchentliche Nutzung des freigegebenen Werkzeugs statt privater Accounts und die Zeit für eine Referenzaufgabe pro Abteilung, gemessen mit Stoppuhr und Qualitätsraster: ohne KI, mit KI am Werkstatttag und nach 90 Tagen. Das Beispiel-Messblatt zeigt, wie ein Ergebnis aussehen kann; es enthält fiktive Werte. Veröffentlicht werden nur gemessene Werte mit Methode und Zeitraum. Das Team nimmt Richtlinie, Ampel, Prompt-Bibliothek, priorisierte Anwendungsfälle, Schulungsregister und eine 90-Tage-Roadmap mit.

Messblatt nach 90 Tagen, als fiktive Beispielwerte gekennzeichnet, nach Ebenen L1 bis L4: Relevanz 8,4 von 10, Sicherheit 2,0 auf 3,9, Fallkarten 93 Prozent korrekt, wöchentliche Nutzung 22 auf 89 Prozent, private Accounts 56 auf 11 Prozent, Referenzaufgabe 10,5 auf 6,0 Minuten, Qualität 7,0 auf 7,7 von 10. n = 9 fiktive Teilnehmende.
Beispiel-Messblatt mit fiktiven Werten: so wird die Wirkung über 90 Tage sichtbar.
Acht Deliverables: KI-Nutzungsrichtlinie, Datenklassen-Ampel, Prompt-Bibliothek, priorisierte Use Cases, Pilot-Empfehlung, Schulungsregister (Art. 4), 90-Tage-Roadmap und Messbericht.
Was das Team mitnimmt: acht Deliverables.

Methoden in Kürze

Die Werkstatt verbindet bewährte Elemente: Prozess-Walks und Pain-Storming zum Finden von Anwendungsfällen, Paararbeit an echten Aufgaben, eine Prüf-Checkliste gegen Fehler der KI, eine Nutzen-Aufwand-Matrix zur Priorisierung und einen Build-Sprint für einen ersten Prototyp. Gemessen wird nach den vier Ebenen von Kirkpatrick. Gearbeitet wird nur mit Werkzeugen mit Geschäftslizenz, etwa Microsoft 365 Copilot oder ChatGPT Business, und mit anonymisierten Dokumenten.

  • Prozess-Walk
  • Pain-Storming
  • Use-Case-Canvas
  • Nutzen-Aufwand-Matrix
  • Build-Sprint
  • Datenklassen-Ampel
  • Kirkpatrick-Messung
  • 90-Tage-Begleitung

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